Fotografien schaffen Selbstvertrauen

Fotografien schaffen Selbstvertrauen

Silvia Oberhänsli aus Wallenwil portraitierte 20 auszubildende Jugendliche der Genossenschaft Kornhaus zu Vogelsang in Dussnang. Das Fotoprojekt mit dem Thema: Mut ist in den öffentlichen Bereichen bis Ende November zu besichtigen.

Maya Heizmann

Vogelsang- „Ich bin ich“: das heisst seine individuelle Persönlichkeit anzunehmen, wie man ist. Davon zeugen 65 Fotografien in Schwarz/Weiss, die Fotografin Silvia Oberhänsli in einem Projekt mit 20 Lernenden erarbeitet hat. Die Genossenschaft Kornhaus in Vogelsang stellt Jugendlichen und Erwachsenen mit psychischen und sozialen Schwierigkeiten sowie Lernbeeinträchtigungen differenzierte Ausbildungs- Arbeits-und Wohnplätze zur Verfügung.

Jeder Mensch kann etwas gut

Die Jugendlichen hatten das Thema: Mut selbst gewählt. „Mit meiner Fotografie wollte ich den jungen Menschen Selbstvertrauen schenken“, sagt Silvia Oberhänsli. Jede Person hat spezielle Fähigkeiten und sei stolz, auf etwas, das sie gut kann oder das sie gerne hat, bemerkt sie. Deshalb nahmen Viele für das Fotoshooting einen geliebten Gegenstand mit. So präsentiert ein Jugendlicher sein Handy, ein anderer freut sich über seinen Fussball, ein dritter kommt im Anzug mit Fliege zum Fotoshooting, er fühlt sich zum Fotomodell berufen. Andere Lernende sind glücklich über ihren Beruf, das zeigen der Schreiner,- und der Bäckerlehrling, sie sind an ihrem Arbeitsplatz zu sehen. „Ich habe schöne Hände, mit denen ich gut schaffen kann“, sagt eine junge Frau. In der Foto-Nahaufnahme wird das für den Betrachter sichtbar. Die kleinste unter den Stiften präsentiert ihre starken Muskeln, während ein junger Bursche sich mit der Hundesprache auskennt. Deshalb lässt er sich mit zwei braven Vierbeinern ablichten. So sind 65 individuelle, eindrückliche Portraits entstanden.

Therapeutische Fotografie

Für die Aufnahmen hatte Silvia Oberhänsli im Kornhaus
ein Fotostudio mit Blitzanlage eingerichtet. Die Jugendlichen zeigten sich vom Fotoshooting begeistert, gingen danach glücklich und zufrieden an ihren Arbeitsplatz zurück. Diese Begeisterung hat sich auch auf die Fotografin übertragen. „Meinem Ziel, mich mit therapeutischer Fotografie zu befassen, bin ich mit diesem Projekt ein Stück näher gekommen“, sagt Silvia Oberhänsli. Sie kann gut mit Menschen umgehen und hat ihre Berufung zum Beruf gemacht.

Silvia Oberhänsli Kopie

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